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Unter dem Leitthema „Übersetzen und Dolmetschen 4.0 – Neue Wege im digitalen Zeitalter“ veranstaltet der Bundesverband für Übersetzer und Dolmetscher e. V. (BDÜ) seine nächste große Konferenz in der Reihe „Übersetzen in die Zukunft“. Teilnehmer können neben Expertenvorträgen, Kurzseminaren und Workshops von nationalen und internationalen Referenten auch die begleitende Fachmesse sowie die Netzwerk- und Stellenbörse besuchen. 

Auch Daniel Zielinski und seine Kollegen werden zwei spannende Workshops anbieten:

Terminologieprobleme in der maschinellen Übersetzung

Seit einigen Jahren ist maschinelle Übersetzung (MÜ) wieder auf dem Vormarsch. Die Entwicklung neuronaler maschineller Übersetzung (NMÜ) hat einen deutlichen Qualitätssprung mit sich gebracht. Maschinelle Übersetzungen sind in vielen Sprachpaaren flüssiger als vor einigen Jahren, die Anzahl grammatikalischer Fehler ist zum Teil deutlich gesunken. Eine Kategorie, in der jedoch weiterhin viele Fehler - wenn nicht bei einigen Projekten die meisten kritischen Fehler - zu verzeichnen sind, ist Terminologie. Während diese Fehler bei roher maschineller Übersetzung zu Informationszwecken noch vertretbar sein mögen, stellen sie bei der professionellen (Fach-) Übersetzung bekanntermaßen ein Problem dar. Die Wahl der bevorzugten Kunden- oder Fachterminologie sowie deren einheitliche Verwendung ist in den meisten MÜ-Systemen nicht sichergestellt und gleicht zum Teil einem Russisch-Roulette-Spiel. In diesem Seminar erläutern wir zunächst die Funktionsweise neuronaler maschineller Übersetzungssysteme. Dabei gehen wir insbesondere darauf ein, wie NMÜ-Systeme erstellt und trainiert werden, so dass Sie nachvollziehen können, wie die Entscheidung für die ein oder andere Benennung getroffen wird. Dazu stellen wir Ansätze führender Anbieter von MÜ-Systemen gegenüber. Danach zeigen wir Ihnen, welche Möglichkeiten die verschiedenen Systeme bieten, um die Qualität der Übersetzung im Bereich Terminologie zu verbessern. Dies demonstrieren wir anhand ausgewählter Fallbeispiele. Zu guter Letzt befassen wir uns mit der Frage, welche weiteren Maßnahmen im Übersetzungsprozess implementiert werden können, um die einheitliche Verwendung der gewünschten Terminologie sicherstellen zu können. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Verwendung automatisierter Terminologieprüfverfahren. Wir zeigen anhand von Praxisbeispielen Möglichkeiten und Grenzen der in CAT-Tools integrierten Prüftools auf.

Künstliche Intelligenz beim Übersetzen

Im Rahmen des Workshops werden die Funktionsweise sowie die spezifischen Stärken und Schwächen menschlicher und künstlicher Intelligenz gegenübergestellt und erörtert, wie sich diese in den verschiedenen Phasen des Übersetzungsprozesses optimal ergänzen können. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden in diesem Zusammenhang insbesondere die Bedeutung menschlichen Sprach- und Fachwissens für das Übersetzen sowie dessen Aufbereitung für künstliche Intelligenzen behandelt (Datenaufbereitung, Erstellung von Ontologien, Training von Engines etc.). Im Zentrum steht die Frage, welche Aspekte menschlichen Wissens Maschinen auf diese Weise zugänglich gemacht werden können – und welche nicht. Daraus ergibt sich gleichzeitig ein Ausblick auf die bevorstehenden Veränderungen des Berufsbilds Übersetzer: Welche Bereiche können künftig (bzw. bereits heute) von maschinellen Übersetzungssystemen abgedeckt werden und warum? Wo und wie werden Mensch und Maschine künftig zusammenarbeiten und welche Kompetenzen setzt dies aufseiten des Übersetzers voraus? Welche Erfordernisse ergeben sich daraus für den Auftraggeber, etwa in Bezug auf Wissens-, Qualitäts- und Risikomanagement? Antworten auf diese und andere Fragen werden im Rahmen des Workshops erarbeitet und in Form einer Flipchart-Galerie aufbereitet, die andere Kongressteilnehmer durch ihre Gedanken ergänzen können. Die Workshop-Teilnehmer erhalten darüber hinaus ein Handout mit Informationen zu den behandelten Themen.

Sie sind herzlich eingeladen, die Workshops zu besuchen und an der anschließenden Diskussion teilzunehmen. 

Treffen Sie uns

Treffen Sie uns auf der BDÜ-Konferenz 2019 in Bonn und lernen Sie uns persönlich kennen! Gerne können Sie dazu vorab einen Termin mit uns vereinbaren. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@loctimize.com oder rufen Sie uns unter +49 (681) 91038365 an.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur BDÜ-Konferenz finden Sie hier